Papst Leo XIII.: Der Herr spricht weiterhin zu uns durch die Armen

Papst Leo XIII.: „Der Herr spricht weiterhin zu uns durch die Armen.“ Papst Leo XIII.: „Der Herr spricht weiterhin zu uns durch die Armen.“

Papst Leo XIII. sprach am Freitag zu Künstlern und Organisatoren des sechsten Vatikanischen Konzerts für die Armen. Er bezeichnete es als eine „sehr schöne Tradition“, die von Papst Franziskus ins Leben gerufen wurde, in der Hoffnung, die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage zu feiern.

Die Menschwerdung: Gottes Liebe offenbart sich durch Armut

Der Papst erinnerte an das Zitat des Heiligen Paulus über Jesus Christus: „Um euretwillen wurde er arm, damit ihr durch seine Armut reich würdet”. Der Papst sagte, die Menschwerdung sei die „Offenbarung, wie sehr Gott jeden Menschen liebt”, und zitierte zur Untermauerung dieses Punktes aus Benedikt XVI.s Deus Caritas Est. Er sagte: „Diese göttliche Mission hat einen besonders ergreifenden und bewegenden Aspekt, weil Gott selbst durch Jesus Christus kommt, um das ‚verlorene Schaf’ und die verlorene Menschheit zu finden.”

Die Gegenwart Christi in den Bedürftigsten anerkennen

Laut Papst Leo ist dieses Konzert viel mehr als ein einmaliges Musikereignis oder eine Wohltätigkeitsaktion. Wie er unter Berufung auf das Matthäusevangelium weiter erklärte: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“ und aus seinem eigenen Apostolischen Schreiben Dilexi te: „Es ist nicht einfach ein Akt der Güte aus Mitleid, es ist auch die Manifestation ... In den Armen offenbart er uns weiterhin seinen Willen.“

Er erklärte, dass die Würde des Menschen nicht davon abhängt, Dinge zu besitzen: „Wir werden nicht durch die Dinge charakterisiert, die wir besitzen oder haben ... stattdessen werden wir als geliebte Kinder Gottes charakterisiert.“ Daher konzentriert sich das Konzert auf „unsere schutzbedürftigsten Brüder und/oder Schwestern“.

Musik als Mittel, um mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten

Papst Leo sagte über Musik: „Liturgische Musik soll helfen, den Geist zu erheben.“ Er zitierte auch den Heiligen Augustinus: „Ihr solltet zu Ihm singen ... tut dies gut, Brüder.“ Mit Humor bat er die Künstler, morgen ihr Bestes zu geben. Er fügte hinzu, dass Musik „ein Zeichen der Liebe ist ... avias, die die Herrlichkeit Gottes erbauen“.

Dank an die Künstler und Organisatoren

Kardinalvikar Baldo Reina, Msgr. Marco Frisina, der Chor der Diözese Rom und die Mitglieder des Orchesters wurden vom Heiligen Vater für ihre Arbeit und Unterstützung dieser Veranstaltung gewürdigt. Die Nova Opera Foundation sowie ihre Künstler, darunter Serena Autieri und der in Kanada geborene Michael Bublé mit seiner Band, wurden ebenfalls für ihren Beitrag zu dieser Veranstaltung gewürdigt. Abschließend dankte der Heilige Vater allen Sängern, Musikern und anderen Mitwirkenden für den Erfolg dieses Abends.