In der Sagrada Familia betonte Papst Leo XIII. die Notwendigkeit, sich für den Frieden einzusetzen.

Papst Leo XIV. begann seinen Besuch in der Sagrada Família mit einem Gebet vor dem Allerheiligsten und besuchte anschließend das Grab von Antoni Gaudí. Gaudís Vision verwandelte die Basilika in ein bedeutendes architektonisches Zeugnis des christlichen Glaubens, das sich durch den Einsatz von Licht, Farbe und Symbolik auszeichnet. Während er anlässlich des hundertsten Todestages von Gaudí und der Segnung des Turms des Jesus Christus die Messe feierte, dachte der Papst über die Einladung des Evangeliums zum Glauben nach und betonte, dass wahrer Glaube an Christus nicht mit Gewalt, Gleichgültigkeit oder Vernachlässigung derer, die in Not sind, vereinbar sei.

Feier in der Basilika Sagrada Família (@Vatican Media) Feier in der Basilika Sagrada Família (@Vatican Media)

In der Predigt, die auf Katalanisch und Spanisch gehalten wurde, bezog er sich auf einen Vers aus dem Johannesevangelium: „Ihr werdet in euren Sünden sterben, wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin.“ Er betonte, dass diese Worte zwar eindringlich seien, aber auch eine Einladung zur Erlösung darstellten. Er sagte, man könne nicht an Jesus glauben, wenn man in Kriegshandlungen verwickelt sei. Er fügte hinzu, man könne nicht den Glauben an Jesus bekennen und gleichzeitig unschuldigen Menschen das Leben nehmen. Außerdem können wir nicht wirklich an Jesus glauben und gleichzeitig denen den Rücken kehren, die leiden, die weinen und die vor der Armut fliehen.

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In seiner Ansprache an König Felipe VI. und Königin Letizia, die ihn in Begleitung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez sowie verschiedener politischer und kirchlicher Würdenträger empfingen, betonte Papst Leo, dass die Basilika Sagrada Família ihre Arme zum Willkommen ausstreckt und alle an diesen heiligen Altar einlädt, um das Wort Gottes zu hören, das uns als eine vom Herrn geliebte und durch Sein Leben in der Eucharistie gestützte Familie vereint.

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Er wandte sich an die Anwesenden in der Basilika, also an zivile und kirchliche Würdenträger, und erklärte, die Basilika sei ein Symbol der Einheit unter den Menschen im Wort Gottes und in der Eucharistie. Er bezeichnete die Kirche als ein lebendiges Bauwerk, das aus vielen Steinen erbaut sei, mit Christus als Fundament und höchstem Ziel. Er erklärte, dass der fortwährende Bau der Basilika den christlichen Weg als etwas darstelle, das stets unter der Führung Gottes vollzogen werden müsse, und forderte die Gläubigen daher auf, an diesem göttlichen Plan mitzuwirken.

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Der Papst hob den von ihm so bezeichneten „spirituellen Gehalt“ der Gestaltung der Basilika hervor und wies darauf hin, dass ihre Fassaden und der Turm Jesu Christi, den er kürzlich geweiht hatte, auf das Kreuz als Symbol der Erlösung, der Hoffnung und der göttlichen Liebe verweisen. Das Kreuz auf der Spitze des Turms, das nachts beleuchtet wird, ist ein sehr konkretes Zeichen des Glaubens und ein Orientierungspunkt für die ganze Stadt. Er hob die besondere Rolle der Kunst beim Ausdruck des Glaubens hervor und lobte Gaudí dafür, dass er eine spirituelle Reise geschaffen habe, auf der Besucher mit Christus in Kontakt treten können.

Feier in der Basilika Sagrada Família (@Vatican Media) Feier in der Basilika Sagrada Família (@Vatican Media)

Zum Abschluss seiner Predigt dankte Papst Leo all jenen, die zum Bau der Sagrada Família beigetragen hatten, und bezeichnete die Basilika als architektonisches Wunderwerk und als großartiges Instrument der Evangelisierung. Er forderte die Gläubigen auf, ihren Blick nicht nur auf Christus zu richten, sondern auch auf die Randgebiete und auf die Leidenden, damit die Botschaft der Hoffnung und der Nächstenliebe, die die Basilika verkörpert, Eingang in das christliche Leben und Zeugnis finde.