Sixtinische Kapelle: Das Jüngste Gericht wird 2026 renoviert

Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle und Raphaelzimmer Privatführun

Im Jahr 2026 wurdeMichelangelos „Jüngstes Gericht“ unmittelbar nach der Restaurierung von Raffaels Loggia einem außergewöhnlichen Konservierungsprozess unterzogen. Paolo Violini, der neu ernannte Direktor des Labors für die Restaurierung von Gemälden und Holzarbeiten der Vatikanischen Museen, bereitet sich darauf vor, in die Fußstapfen einiger der größten Namen der Kunstgeschichte zu treten.

Violini, der Anfang August die Nachfolge von Francesca Persegati antritt, die seit 2017 an der Spitze der vor einem Jahrhundert von Biagio Biagetti gegründeten Institution stand, sieht sich den ersten Herausforderungen, die ihn im Vatikan erwarten, gelassen entgegen. Die Aktivitäten des Labors werden ab Januar 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Zu Beginn des Jahres werden umfangreiche Konservierungsarbeiten an Michelangelos „Jüngstem Gericht” beginnen.

Dabei handelt es sich um mehr als die jährliche Wartung, die normalerweise mit einer mechanischen „Spinne” oder einem Lift durchgeführt wird. Die Notwendigkeit dieser Arbeiten ergibt sich aus der hohen Besucherzahl, die sich zunehmend auf die Erhaltung des wohl berühmtesten Freskos der Welt auswirkt. „Wir sollten bis März fertig sein, damit die Wand für die Karwoche frei ist”, erklärte Violini gegenüber Vatican Media.

Während der dreimonatigen Arbeiten „wird um die gesamte Wand herum ein Gerüst aufgestellt“. Dieses Gerüst wird über mehrere Arbeitsplattformen mit einer Hebevorrichtung verfügen, sodass 10 bis 12 Personen in unmittelbarer Nähe des Kunstwerks arbeiten können, wodurch Störungen für die Öffentlichkeit minimiert und der Prozess beschleunigt werden.