„Ohne Brüderlichkeit können wir nicht überleben“,...
Bei seiner Generalaudienz am Mittwoch reflektierte Papst Leo tiefer über den Tod und die Auferstehung Jesu – was es bedeutet, „diese österliche Spiritualität zu leben ... und damit unser Leben mit Hoffnung zu erfüllen und uns zu ermutigen, Taten der Güte zu vollbringen“.
Darüber hinaus wird die Notwendigkeit hervorgehoben, Brüderlichkeit zu entwickeln, was eines der größten Probleme ist, mit denen der moderne Mensch wahrscheinlich konfrontiert ist; dies wird von Papst Franziskus in seiner Ansprache ausdrücklich betont. Brüderlichkeit kann erreicht werden; sie ist kein unerreichbares Ideal.
Die menschliche Grundlage der Brüderlichkeit
Das Element der menschlichen Brüderlichkeit entspringt etwas, das man als „das zutiefst Menschliche” bezeichnen kann. Als Menschen verfügen wir über die Mittel, um Beziehungen aufzubauen oder einander kennenzulernen. Der Heilige Vater sagte, dass ohne die Fähigkeit, diese Bindung aufzubauen, „niemand überleben, sich entwickeln oder wachsen könnte”. Der menschliche Geist ist „am vollständigsten”, wenn er die Möglichkeit hat, mit anderen zusammenzuleben und Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Auf der anderen Seite können wir auch von anderen isoliert werden und eine narzisstische Persönlichkeit entwickeln, wenn wir uns in uns selbst zurückziehen. Das liegt daran, dass unsere Aufmerksamkeit dann ausschließlich auf uns selbst gerichtet ist. Papst Leo hat es am besten ausgedrückt, als er sagte: „Der andere wird zu jemandem, von dem ich nehmen kann, dem ich aber niemals etwas zurückgeben oder mich selbst ganz hingeben möchte.”
Brüderlichkeit in einer Welt voller Konflikte
Das Konzept der Brüderlichkeit sollte weder ignoriert noch unterstützt werden; die Werte der Brüderlichkeit angesichts moderner Kriege, nationaler Unruhen und Misstrauen zwischen den Menschen scheinen eine Botschaft zu vermitteln, die unserem Grundprinzip der Brüderlichkeit widerspricht. Wie er sagte: „Brüderlichkeit ist also weniger als die Blüte einer guten Idee; sie ist kein Produkt unserer Fantasie.“
Der Papst betonte, dass unsere Menschlichkeit „am besten verwirklicht“ wird, wenn wir zusammenleben und koexistieren. (@VATICAN MEDIA)
Er betonte jedoch, dass wir, um ein Heilmittel für die Leiden zu finden, die die Brüderlichkeit zu untergraben drohen, Zuflucht bei der Quelle unserer Kraft suchen müssen – nämlich bei Gott.
Alle Geschwister.
Die Bedeutung von Brüderlichkeit
Das Wort Brüderlichkeit stammt von einem alten Wort, das „eine andere Person oder Sache unterstützen“ bedeutet. Ein gutes Beispiel dafür ist die Rolle von Geschwistern und, allgemeiner gesagt, familiäre Beziehungen. Jeder weiß, dass Spaltung und Zwietracht eine Beziehung zerstören können – sei es innerhalb der Familie oder zwischen Menschen, die nicht miteinander verwandt sind.
Aufgrund dieses wachsenden Bedürfnisses der Menschen heute wird es für die Gesellschaft immer dringlicher, sich Gedanken darüber zu machen, wie der heilige Franz von Assisi andere in seinem Haus willkommen heißen würde, unabhängig davon, wer sie sind. Eine Möglichkeit wäre„Omnes fratres“ oder „alle Brüder“ – eine Art zu sagen, dass wir alle gleich sind und die gleiche Würde wie andere Menschen haben.
Fratelli Tutti und der Aufruf zur universellen Brüderlichkeit
Papst Franziskus wiederholte dieses Beispiel später in seiner Enzyklika Fratelli tutti, in der das Wort „tutti” „ein Grundprinzip des Christentums” bedeutet. Papst Leo stellte fest, dass diese Brüderlichkeit aus dem Gebot Jesu abgeleitet ist: „Weil er uns geliebt und sich für uns hingegeben hat, können wir einander lieben und unser Leben für andere hingeben.”
Zeigen Sie Liebe auf die Weise, wie Jesus uns liebt.
Die Auferstehung und die Geburt wahrer Brüderlichkeit
Das Johannesevangelium sagt, dass Jesus uns alle bis zu seinem letzten Atemzug geliebt hat. Der Schmerz, den er auf seinem Weg zum Kreuz erlitt, war der schlimmste vorstellbare Schmerz, und er würde letztendlich für uns sterben, aber er wusste, was kommen würde. Nur drei Tage später würde er jedoch wieder zum Leben erweckt werden, und ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit begann. Mit der Auferstehung wurden die Jünger zu Brüdern und Schwestern untereinander, weil sie Jesus als den Auferstandenen erkannten, die Gabe des Heiligen Geistes empfingen und zu Zeugen für ihn wurden.
Eine Einladung zu Mitgefühl und Einheit
Zusammenfassend lud Papst Leo alle ein, anderen zu helfen, insbesondere in schwierigen Zeiten und Problemen, in denen wir uns gegenseitig unterstützen sollten. Brüder und Schwestern sollten einander Mitgefühl entgegenbringen und in dem Bestreben, als eine Familie zusammenzuleben, „diejenigen, die Hilfe brauchen, nicht im Stich lassen”. Wir sollten uns auch als Brüder und Schwestern vereinen und sowohl unsere Tränen als auch unsere Freude miteinander teilen, während wir uns um Einheit, Vertrauen und Verlässlichkeit untereinander bemühen.
Wir sind aufgerufen, einander so zu lieben, wie Christus uns geliebt hat. Nach den Worten des Heiligen Vaters „befreit uns die Brüderlichkeit, die Christus uns geschenkt hat, von dem katastrophalen Denken des Egoismus, der Spaltung und des Stolzes und führt uns zurück zu unserer ursprünglichen Berufung als Akt erneuerter Liebe und Hoffnung“. Die Auferstehung ist das Licht auf dem Weg zu Jesus, das aus dem Zusammenleben als „alle Brüder und Schwestern“ entsteht.
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