Papst Leo XIV. über das Priestertum: Ein vollkommenes Geschenk Gottes

Papst Leo XIV.: Das Priestertum ist ein „vollkommenes Geschenk“ Papst Leo XIV.: Das Priestertum ist ein „vollkommenes Geschenk“

Ein Dankesbrief, verfasst in der Woche vom 3. Oktober 2023 (Dienstag, 3. Oktober) von Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. in Anerkennung der 400-jährigen Geschichte (in fünf separaten Briefen) der Erzdiözese Trujillo. Darüber hinaus verfügt Seine Heiligkeit über Erfahrung als Lehrer/Professor/Moderator und Studiendirektor bei der Erzdiözese Tirol.

Die Vorbereitung auf das Priestertum ist ein fortlaufender Prozess. Als Papst Leo jedoch zum ersten Mal vor Seminaristen sprach, erklärte er: „Euer vorrangiges Ziel bei der Vorbereitung auf den Priesterdienst ist es, Gott durch seine Gegenwart zu begegnen, Gott euer Leben nach seinem Plan leiten zu lassen, Gott kennenzulernen und zu lieben und Teil des Gebens an andere zu werden. Das Höchste, was ihr Gott geben könnt, ist eure völlige Hingabe und Ergebenheit an ihn, indem ihr als Mitglieder des Klerus in heiligen Weihen zu Gott gehört und als Priester Gottes Willen dient.“ Papst Leo ermutigte die zukünftigen Priester, über sich selbst und andere aus der Perspektive ihres Wunsches nach dem Priestertum nachzudenken, und forderte sie auf, sich selbst nicht nur als Individuen, sondern auch in Beziehung zur Kirche zu betrachten. Er ermutigte die angehenden Priester, ihre Berufung als einen Ruf zu betrachten, als eine Möglichkeit, sich gegenseitig aus der Perspektive des Glaubens zu unterstützen und Gedanken auszutauschen, einander Respekt und Ehre zu erweisen und letztlich ihre Unterstützung für den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist zum Ausdruck zu bringen, indem sie für die physischen, emotionalen, spirituellen und sonstigen Bedürfnisse ihrer christlichen Brüder und Schwestern sorgen.

Die Bedeutung der priesterlichen Berufung

Papst Franziskus lehrt, dass es nicht ausreicht, Priester zu sein; die Priesterweihe macht dich nicht zu dem, was du bist, und gibt dir auch nicht das nötige Rüstzeug, um die Herausforderungen des Alltags oder des Berufslebens effektiv zu meistern. Du kannst deinen persönlichen Problemen nicht entfliehen, wenn du deine Priesterkleidung anlegst, sondern gibst dich frei hin, um anderen in Not zu helfen.

Er richtete seine Bemerkungen an Personen, die vielleicht das Gefühl hatten, dass der Dienst des Priesters eine untergeordnete Rolle spielt. Er bemerkte: „Eine Person, die durch die überwältigende Erfahrung ihres Glaubens einen himmlischen Status erreicht hat, wird das gleiche Maß an Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit besitzen wie jemand, der zu etwas von geringerer Bedeutung geweiht wird.“ Er fügte hinzu: „Die gesamte Erfahrung im Seminar ist Ihr Weg, sich selbst wirklich zu erschaffen, indem Sie sich selbst offenbaren und ehrlich zu sich selbst sind, d. h. sich selbst hinterfragen und die Wahrheit über sich selbst erkennen.“ All dies trägt zu Ihrer persönlichen Entwicklung und Unabhängigkeit bei. Das Bewusstsein für sich selbst und alle anderen, das Sie haben, muss durch Selbstmeditation, Selbststudium und die kontinuierliche Verbesserung Ihrer geistigen Fähigkeiten erreicht werden, was Ihnen bei Ihrer Selbstfindung und der Suche nach Ihrem Lebenszweck helfen wird.

Gebet und theologische Ausbildung

Der Seminarist forderte andere eindringlich auf, Jesus in der Beziehung zu lieben, die sie durch Gebet und das richtige Bewusstsein dafür, wie Gott zu ihnen spricht, aufgebaut haben. Dann zitierte er sich selbst: „Wenn Sie nicht viel Zeit damit verbracht haben, mit Gott zu sprechen, wird es Ihnen schwerfallen, mit anderen Menschen über Gott zu kommunizieren.“

Papst Franziskus' Betonung der theologischen Ausbildung und des Studiums wird deutlich, wenn er sagt: „Das Wissen, das zum Verständnis und zur Entwicklung der Grundlagen eines starken Glaubens notwendig ist, sollte nicht nur allgemein, sondern auch in geordneter, kognitiver Weise entwickelt werden.“ Er fügte hinzu: „Studien sind also notwendig, um einen festen Glauben zu etablieren und diesen Glauben auch wirksam zu verbreiten.“

Ein Aufruf zu Gemeinschaft und Verantwortlichkeit

Bei einer kürzlichen Versammlung von Seminaristen warnte der Erzbischof von Rom sie davor, durchschnittlich oder weltlich zu werden, da dies ihre Fähigkeit als Priester beeinträchtigen würde, mit ihren Gemeinden in Verbindung zu stehen. Er ermutigte sie auch, Verbindungen durch Beziehungen untereinander zu finden und Wege zu suchen, um sowohl direkt als auch indirekt durch ihren Glauben und die christliche Gemeinschaft als Ganzes Beziehungen untereinander aufzubauen. Schließlich erinnerte er sie daran, dass ein isolierter Priester ein erhöhtes Risiko darstellt, und erklärte: „Die Kirche verlangt von ihren Amtsträgern, dass sie gemeinsam Verantwortung für alle ihre Gläubigen übernehmen.“

In seinem letzten Brief an die Seminaristen schickte Papst Leo ihnen eine Botschaft, in der er ihnen mitteilte, wie sehr er sie als heilige Menschen schätze und wie wertvoll sie für ihn als Nachfolger des heiligen Petrus werden würden, auch wenn sie für unsere große Kirche eine große Herausforderung darstellten; dennoch seien sie dazu bestimmt, ihren eigenen Weg zu gehen.